Baberowski – Am Volk vorbei

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Zur Krise der liberalen Demokratie

Alle reden von der Demokratie und ihrer Krise. Aber was meinen wir eigentlich, wenn wir von der Demokratie sprechen? Jörg Baberowski erinnert an ihre große Stärke: daß sie politische Gegner nicht zu Todfeinden werden lässt. Denn sonst werden die Anwälte der autoritären Ordnung leichtes Spiel haben, uns einzureden, daß die Diktatur die eigentliche Demokratie sei.

Beschreibung

 

Inhalt 

Zur Krise der liberalen Demokratie

Jörg Baberowski erinnert an die wahre Stärke der Demokratie. Alle reden von der Demokratie und ihrer Krise. Aber was meinen wir eigentlich, wenn wir von der Demokratie sprechen? Jörg Baberowski erinnert an ihre große Stärke: daß sie politische Gegner nicht zu Todfeinden werden lässt, weil auch der Unterlegene darauf hoffen darf, bei den nächsten Wahlen zu triumphieren. Eine Demokratie, die sich vor den Leidenschaften des Volkes fürchtet und den Raum des Politischen verengt, beraubt sich dieser Kraft. Wenn wir unsere Freiheit bewahren wollen, müssen wir die Souveränität über unsere Entscheidungen zurückgewinnen. Denn sonst werden die Anwälte der autoritären Ordnung leichtes Spiel haben, uns einzureden, daß die Diktatur die eigentliche Demokratie sei. Überall müssen diejenigen, die sich auf das Volk berufen, dem kritischen Blick derer standhalten, die sie vertreten wollen. Im Modell der Repräsentation ist der Populismus daher als Möglichkeit immer schon enthalten. Der laut vorgetragene Widerspruch aber ist nicht bloß eine unanständige Regung des «Pöbels», sondern ein Hinweis darauf, dass viele Menschen sich nicht gesehen und vertreten fühlen. Der Populismus ist ein Schmerzensschrei, der nach Aufmerksamkeit verlangt. In diesem Sinn ist er auch eine Belebung der Demokratie. Wer unbequeme Meinungen nicht hören will und sie pauschal ausgrenzt, beraubt die Demokratie ihrer größten Stärke: dass sie es uns erlaubt, auch im Streit mit anderen im Einklang zu sein. Wo politische Gegner einander das Existenzrecht absprechen, verwandelt sich der Andersdenkende in einen Unmenschen. Das wäre das Ende der Demokratie. So ist dieses Buch ein Versuch, es allen und keinem Recht zu machen und den Streit der Parteien als das zu erweisen, was er ist: der eigentliche Kern der Demokratie. 

 

Stimmen zum Buch

„Der Historiker Jörg Baberowski legt jetzt einen sehr interessanten Essay zur Krise der liberalen Demokratie vor.“ Bayern2, Das Büchermagazin, Knut Cordsen

„Baberowski ortet eine Krise der liberalen Demokratie.“ Der Standard, Günter Kaindlstorfer

„Die Lektüre lohnt schon deswegen, weil es auf den obligaten Kitsch verzichtet, der angesichts der Lage nur moralische Appelle aufzubieten hat.“ Die Zeit, Thomas E. Schmidt

„Ein pointierter Essay über die Entfremdung zwischen Bevölkerung und Politik und die wachsenden Spannungen in liberalen Demokratien.“ Dresdner Morgenpost

„Unbedingt lesenswert“ WELT am Sonntag, Thomas Schmid

„Sehr gut, wenn ein Historiker mal rekonstruiert, dass es historisch nicht »die«, sondern ziemlich verschiedene Auffassungen und Formen von Demokratie gibt.“ taz FUTURZWEI

 

Über den Autor

Jörg Baberowski ist Professor für Geschichte Osteuropas an der Humboldt-Universität Berlin.

 

 

Leseprobe

Hardcover, 208 Seiten

Zusätzliche Information

Gewicht 358 g
Größe 21,8 × 14,6 × 2,1 cm
Autor

Jörg Baberowski

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