Mohr – Deutschland zwischen Größenwahn und Selbstverleugnung

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Warum es keine Mitte mehr gibt

Ausgezehrt, leb- und konturlos: Die sich auflösende Mitte der Gesellschaft

Trotz aller historischen Veränderungen ist das Selbstbewusstsein der Deutschen immer noch von Extremen geprägt: einerseits diffus und unsicher, andererseits radikal und ideologisch – zwischen moralischem Größenwahn und peinlicher Selbstverleugnung.

Für die bundesdeutsche Demokratie sind das bedrohliche Entwicklungen. Ohne eine vernunftgeleitete Wahrnehmung der Wirklichkeit verliert sie ihr Fundament. Reinhard Mohr beschreibt eindrucksvoll, warum es nach 75 Jahren erfolgreicher demokratischer Entwicklung in Deutschland immer noch an republikanischem Selbstbewusstsein mangelt. Im Zentrum steht die Frage: Wo ist – zwischen rechts- und links-außen, AfD und Antifa – eigentlich die politische Mitte geblieben, die so ausgezehrt, leblos und konturlos wirkt?

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Beschreibung

Inhalt

Warum es keine Mitte mehr gibt

Ausgezehrt, leb- und konturlos: Die sich auflösende Mitte der Gesellschaft

Die Suche der Deutschen nach ihrer Identität ist notorisch, geradezu sprichwörtlich. Immer wieder kommt es zum letztendlich ergebnislosen Streit über Begriffe wie Nation, Heimat und Leitkultur. Trotz aller historischen Veränderungen, nach zwei Weltkriegen, deutscher Teilung, Europäischer Union, Mauerfall und glücklicher Wiedervereinigung ist das Selbstbewusstsein der Deutschen immer noch von Extremen geprägt: einerseits diffus und unsicher, andererseits radikal und ideologisch – zwischen moralischem Größenwahn und peinlicher Selbstverleugnung.

Während die Talkshow-gestützte Daueraufgeregtheit so pandemisch geworden ist wie das Coronavirus, hat es eine realistische Selbstwahrnehmung im globalen Kontext umso schwerer. Die mediale Empörungskultur samt Twitter, Facebook & Co., verstärkt durch den linksgrünen Zeitgeist politischer Korrektheit, fördert einseitige, vermeintlich einzig wahre Sichtweisen bis hin zu absurden Verschwörungstheorien. Vor lauter Rassismus, Sexismus, Rechtsextremismus und Nationalismus erkennt manch braver Bürger sein eigenes Land nicht wieder.

Für die bundesdeutsche Demokratie sind das alles bedrohliche Entwicklungen. Ohne eine vernunftgeleitete Wahrnehmung der Wirklichkeit verliert sie ihr Fundament. Reinhard Mohr beschreibt eindrucksvoll, warum es nach 75 Jahren erfolgreicher demokratischer Entwicklung in Deutschland immer noch an republikanischem Selbstbewusstsein mangelt. Im Zentrum steht die Frage: Wo ist – zwischen rechts- und links-außen, AfD und Antifa – eigentlich die politische Mitte geblieben, die so ausgezehrt, leblos und konturlos wirkt? Wofür stehen eigentlich CDU und CSU nach 16 Jahren Kanzlerschaft von Angela Merkel? Erst recht die SPD? Angesichts der bevorstehenden Bundestagswahl sind diese Fragen dringlicher denn je.

 

Über den Autor

Reinhard Mohr, Jahrgang 1955, studierte Soziologie mit Diplom-Abschluss an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Von 1979 bis 1982 war er dort AStA-Vorsitzender, später Redakteur der Sponti-Zeitschrift Pflasterstrand. Er arbeitete u.a. für die taz und die FAZ, war von 1996 bis 2004 Redakteur des Nachrichtenmagazins Der Spiegel, dann Autor des Stern. Daneben schrieb er Kabaretttexte für Michael Quast und Matthias Beltz sowie mehrere Bücher. Mohr lebt in Berlin Prenzlauer Berg und schreibt als freier Journalist vor allem für Welt am Sonntag und NZZ.

 

Leseprobe

Mohr_Deutschland zwischen Größenwahn und Selbstverleugnung_Leseprobe

 

Hardcover, 160 Seiten

Zusätzliche Information

Größe 21.8 × 13.6 × 1.7 cm
Autor

Reinhard Mohr

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